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  • AutorenbildAndrea Allihn

Das Impostor-Syndrom und seine Widersprüchlichkeit

Die Ambivalenz zwischen gesehen werden wollen, aber sich freiwillig immer in die hinteren Reihen zu stellen, wenn es um Sichtbarkeit geht, könnte beim Impostor - Syndrom nicht größer sein.


Lass uns das Spannungsfeld zwischen diesen beiden Polen mal näher beleuchten.


Da ist auf der einen Seite das in uns allen tief verankerte Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Wir sind soziale Wesen, die beziehungsgezeugt, beziehungsgeprägt und beziehungsbedürftig sind.

Friedemann Schulz von Thun hat 4 Bedürfnisse identifiziert, die uns ein glückliches Leben ermöglichen sollen. Da ist das Bedürfnis


· Frei zu sein

· verbunden zu sein

· geliebt zu sein

· wertvoll zu sein


Sind diese Bedürfnisse erfüllt, erst dann kommen wir in unser Potential und unsere Stärke.

Sie sind der Kitt unserer Gesellschaft. Die Globalisierung und Digitalisierung schicken den Menschen aber zusehends mehr in das Gefühl des nicht mehr Dazugehörens und gesehen Werdens. Sie fühlen sich isoliert!


Und dann begegnen uns bestens ausgebildete, erfolgreiche und kompetente Menschen, denen es schwerfällt, ihre Erfolge zu feiern. Sie bekommen grandioses Feedback, Lob Und Anerkennung, aber sie können es nicht annehmen, denn sie befürchten, dass irgendwann die anderen merken könnten, dass sie doch gar nicht so kompetent und schlau sind. Lieber treten sie einen Schritt zurück, um nicht entdeckt zu werden. Nur nicht in die Sichtbarkeit gehen!

Dieses hinderliche Gefühl, gefüttert durch einen geringen Selbstwert, sabotiert sie unbewusst.

Die Folge ist paradoxerweise, dass sie sich nicht zugehörig und anerkannt fühlen – trotz Lob!

Der Widersprüchlichkeit aber noch nicht genug: Sich verbunden fühlen fußt auf den Gemeinsamkeiten, die man mit anderen hat. Aber Impostor-Menschen ragen oft durch ihre hohe Expertise aus der Menge hervor. In dem Moment sind sie der Leuchtturm ohne Licht!


Erkennst du dich wieder?


Stelle dir folgende Fragen:


Was würde passieren, wenn deine Impostor-Stimme verstummen würde?

Was könnte das Gefühl von Unsicherheit und mangelnder Selbstwirksamkeit ersetzen?

Wie würde es sich anfühlen, wenn du mit Souveränität mutig zum Leuchtturm für dich und andere wirst?


Lass es uns gemeinsam herausfinden!

Ich bin gerne dabei an deiner Seite.






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